Von Fingernägeln und Kaffemaschinen: So geht Umweltschutz

„Oh wie süß!“, ertönt es im Publikum, als Robert Marc Lehmann, Meeresbiologe und enthusiastischer Umweltschützer, in seinem Vortrag im Bürgerzentrum am 12. Februar 2019 Schülern und Eltern wunderschöne Tieraufnahmen von Babyrobben zeigt. Die Entzückung schwappt jedoch bald in Ekel und pures Entsetzen um. Denn neben seinem Anliegen, die Menschen von der Natur zu begeistern und über sie zu lernen, möchte er mit seinen Bildern vor allen Dingen eins: zum Nachdenken anregen - zum kritischen Hinterfragen, und er möchte einen Wandel provozieren.

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So bekommt der Zuschauer, verpackt in humorvolle Geschichten aus seinem abenteuerlichen Leben als Forschungstaucher und Fotograf, Eindrücke von der Welt der Haie und Delfine, von Affen und Nashörnern, von Seesternen und Vögeln und zugleich die Kausalkette des oft unbewussten, aber dennoch grausamen und rücksichtslosen Verhaltens der Menschen gegenüber der Natur vermittelt. „Ich esse nie wieder Nutella.“, hört man dieser Tage oft; oder auch „Ich gehe nicht mehr in den Zoo.“, „Ich esse keinen Seelachs mehr.“ oder „Ich kaufe nichts mehr, was in Plastik verpackt ist.“.

Das zeigt: Marc Lehmann bewegt etwas und es ist gut und wichtig, dass seine Botschaft einem breiten Publikum zugänglich gemacht wird. Daher danken wir insbesondere D.Roppel, die ihn mit finanzieller Unterstützung des Freundeskreises bereits zum zweiten Mal an die AES gebracht hat. Denn eins ist allen bewusst geworden: Tier- und Naturschutz beginnt beim Konsum, und auch ohne große Abenteuer kann man seinen Teil dazu beitragen, die Welt zu retten.

01 Lehmann Freundeskreis



S.Klingler