AES-Lehrkräfte frischen ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auf

Kurz vor den Weihnachtsferien bot die Johanniter-Unfall-Hilfe unter Leitung von Manuel Bürger an der AES einen Erste-Hilfe-Kurs für Lehrkräfte an. An zwei Nachmittagen trafen sich insgesamt 14 Lehrerinnen und Lehrer, um ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen.

Der Kurs war dabei speziell für Lehrkräfte an Schulen zugeschnitten.

Am ersten Tag stand das richtige Verhalten bei Unfällen und Notfällen auf dem Programm. Hierbei wurde die Handlungskette vom Auffinden einer Person, über die Sicherung des Unfallortes, des sachgemäßen Herausziehens aus einem Auto bis hin zu den lebensrettenden Sofortmaßnahmen besprochen. Natürlich stand dabei auch die Praxis auf dem Programm: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übten sich bei der Durchführung der so genannten „stabilen Seitenlage“ und mussten bei der an einer Übungspuppe vorgenommenen Herz-Lungen-Wiederbelebung erkennen, wie anstrengend zwölf Minuten der kontinuierlichen Herzdruckmassage und Atemspende sind. Im Zuge dessen konnten die Lehrkräfte auch in Erfahrung bringen, wie unkompliziert die Verwendung eines Defibrillators ist.

2019 Erste-Hilfe-Kurs2

Am zweiten Kurstag wurden verschiedene Situationen thematisiert, die im Schulalltag auftreten können. Dabei ging es um Traumata (Knochenbrüche, Zahnverletzungen etc.), Schocks, Sonnenstiche, Verbrennungen, Verätzungen und Vergiftungen, asthmatische Anfälle und vielerlei mehr. Auch die Vorgehensweise bei Blutungen z.B. in Folge einer Schnittverletzung und die damit zusammenhängende Wundversorgung wurden angesprochen. Dabei lernten wir nicht nur, dass das gemeinhin als „Pflaster“ bezeichnete Mittel fachlich korrekt eigentlich als „Wundschnellverband“ bezeichnet wird. Auch zeigte uns der Kursleiter Tricks zur besseren Anbringung jener Wundschnellverbände und ließ uns das Anlegen von Dreieckstüchern, sterilen Wundverbänden etc. ausprobieren.

2019 Erste-Hilfe-Kurs1

In einer konstruktiven Lernatmosphäre wurde den teilnehmenden Lehrkräften so Ängste genommen sowie Hemmschwellen und Unsicherheiten abgebaut, so dass sie in der Folge nicht nur der im Hessischen Schulgesetz verankerte Aufsichts- und Hilfeleistungspflicht nachkommen, sondern nun auch im Privaten Unfall- bzw. Notfallsituationen besser einschätzen und als Ersthelferinnen und -helfer notwendige Hilfsmaßnahmen kompetent durchführen können.

(Ruben Schaal)