Austausch mit der polnischen Schule in Dabrowa Gornicza (1.09.19-8.09.19)

Tag 1:

Am Sonntag, den 01.09.2019 starteten wir am Frankfurter Flughafen unseren Schüleraustausch nach Polen. Wir sind um circa 16 Uhr in Krakau gelandet und durften dort unsere Austauschpartner und Austauschpartnerinnen zum ersten Mal richtig kennenlernen. Nach der Heimfahrt in unser neues zu Hause für die folgende Woche, verbrachten wir den Abend mit den Gastfamilien und hatten so die Gelegenheit auch die Eltern und gegebenenfalls Geschwister oder sonstige Familienmitglieder näher kennenzulernen.

Tag 2:

Am ersten offiziellen Tag in Polen trafen wir uns um 9 Uhr in der Schule unserer Austauschpartner und lernten dort weitere Klassenkameraden und Lehrer von ihnen kennen. Da dieser Tag in Polen der erste Tag nach den Sommerferien war und somit der Anfang des neuen Schuljahres, wurden die polnischen Schüler von dem Direktor der Schule in der Turnhalle herzlich begrüßt. Zu diesem Anlass waren die Schüler und Schülerinnen sehr leger gekleidet. Anschließend haben wir gemeinsam in einer Gruppe mit unseren Austauschpartnern Kennenlernspiele gespielt und unsere Präsentationen zu dem Thema „Umwelt - und wie wir sie schützen können“ vorgestellt. Außerdem haben wir darüber diskutiert, wie wir uns in den vergangenen Jahren mit der Umweltproblematik auseinandergesetzt haben und wie wir mehr auf unseren ökologischen Fußabdruck achten können. Gegen 12.30 Uhr endete unser Unterricht und wir sind alle gemeinsam in ein nahliegendes Einkaufszentrum gelaufen, wo wir die Möglichkeit hatten unser Geld umzutauschen und etwas zu Mittag zu essen. Als der Nachmittag angebrach, sind wir nach Hause gefahren, damit wir uns noch etwas Zeit nehmen konnten, um uns einen Moment auszuruhen, bevor wir anschließend die Möglichkeit bekamen, die größte Wüste Europas zu besichtigen. Nach der Besichtigung ließen wir den Abend gemeinsam in einer Grillhütte im Naturschutzgebiet ausklingen und begaben uns am späten Abend zurück in unser zu Hause.

Tag 3:

Am Dienstag stand die Fahrt nach Kattowitz an, bei der wir uns um 7:50 am Kulturpalast getroffen haben, um uns anschließend mit einem Linienbus auf dem Weg zu machen. In Kattowitz angekommen durften wir zunächst die wichtigsten Sehenswürdigkeiten durch eine kleine Stadtführung kennenlernen und uns einen ersten Eindruck verschaffen. Am Nachmittag haben wir gemeinsam das Schlesienmuseum besucht, welches wir selbst erkunden durften, ohne eine Führung. Anschließend bekamen wir Freizeit, die wir gemeinsam mit unseren Austauschpartnern nutzen konnten, um im zentralen Einkaufszentrum etwas zu essen oder shoppen zu gehen.

2019 Polen-Austausch

Tag 4:

Den folgenden Tag starteten wir um 8:00 Uhr morgens in der Schule, von wo wir nach Krakau fuhren. Zu Beginn besuchten wir das Collegium Maius, eine der ältesten Universitäten der Welt, an der bekannte Persönlichkeiten wie Kopernikus und der spätere Papst Johannes Paul II. studierten. Dann zeigte uns ein Reiseführer die sehr beeindruckende Altstadt, bei der wir unter anderem auch die Marienkirche besichtigten und den … anschauten.

Am Nachmittag bekamen wir die einmalige Gelegenheit das Benediktinerkloster in Tyniee zu sehen und die imposanten Klänge des gregorianischen Chorals genießen zu dürfen. So spürten wir unter Anderem die besondere Atmosphäre in einem Kloster. Anschließend haben wir noch das alte jüdischen Viertel besucht und bekamen den Abend über etwas Freizeit für uns. Um ca. 22:00 Uhr endete unser Ausflug und wir haben uns von der Schule aus auf den Heimweg gemacht.

Tag 5:

Der Donnerstag war einer der interessantesten Tage in Polen. Wir trafen uns um 7:30 Uhr an der Schule, um dann gemeinsam mit dem Reisebus nach Auschwitz zu fahren. Dieses eindrucksvolle Konzentrationslager wurde uns durch eine ergreifende Führung unvorstellbar nahegebracht. Wir bewegten uns auf dem Boden eines Ortes, der einen erschütternden aber dennoch wichtigen Teil der deutschen Geschichte widerspiegelt und wir konnten im Museum des Stammlagers hautnah miterleben, wie emotional dieser Abschnitt der Geschichte war. Durch reale Gegenstände aus dieser Zeit wurde den Räumen eine erdrückende Stimmung verleiht, die man spüren konnte. Wir durften jedoch nicht nur das Stammlager besichtigten, sondern auch das weitaus größere und berüchtigte Vernichtungslager Birkenau. Dort konnte man sich zum ersten Mal wirklich vorstellen welche Größe dieses Lager damals besessen hat und welche Auswirkungen dies mit sich brachte. Nach der Besichtigung sammelten wir uns langsam wieder und traten den Heimweg an.

Tag 6:

An diesem Tag fuhren wir bereits um 7:00 Uhr von der Schule in Richtung Zakopane, wo sich unsere außerordentlich schöne Jugendherberge befand. Als wir vormittags angekamen, fand zunächst die Zimmeraufteilung statt, bei der wir uns in beliebigen Vierergruppen aufteilen durften. Anschließend bekamen wir ein wenig Zeit, um uns in unseren Zimmern einzurichten, bevor wir nachmittags die Innenstadt von Zakopane besuchten. Dort erkundeten wir die Innenstadt und hatten die Möglichkeit Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel einen Friedhof, wo berühmte Künstler, Schriftsteller und Bergsteiger begraben sind, zu besuchen. Anschließend durften wir in Kleingruppen den restlichen Abend frei gestalten bevor wir uns um 20:00 Uhr wieder trafen, um den Rückweg anzutreten. Als wir in der Jugendherberge ankamen haben wir gemeinsam in einer kleinen Überdachung im Außenbereich der Jugendherberge gegrillt, wo sich der Abend langsam dem Ende neigte.

Tag 7:

Der Tag begann mit einem leckeren Frühstück um ca. 7:30 Uhr im Essensbereich der Jugendherberge. Aufgrund erhöhter Krankheitsfälle innerhalb der Gruppe, konnten einige die bevorstehende Wanderung leider nicht antreten, weshalb diese den Tag in der Jugendherberge verbrachten, um sich auszukurieren. Der restliche Teil der Gruppe bereitete sich bereits im Bus mental auf die bevorstehende Wanderung vor. Dieser Ausflug beinhaltete eine Wanderung, welche ca. 6-8 Stunden dauerte. Während der Wanderung hatten wir mehrfach die Gelegenheit ein atemberaubendes Panorama der uns umgebenden Gebirgslandschaft, der hohen Tatra genießen zu dürfen. Da die Wanderung sehr anspruchsvoll war, entschieden sich manche auf der Bergspitze in einer Berghütte Rast zu machen, währenddessen der restliche Teil der Gruppe die Möglichkeit hatte noch ein Stück weiter zu wandern, um in den Genuss eines naturbelassenen Sees zu kommen. Nach großer Anstrengung neigte sich die Wanderung dem Ende zu, wodurch der letzte gemeinsame Abend immer näher rückte.

Tag 8:

Der Tag der Abreise war für viele ein sehr emotionaler Tag, der sehr schnell verging. Bereits um 9:00 Uhr verließen wir die Jugendherberge und machten uns alle gemeinsam auf den Weg nach Krakau, wo wir die letzten Stunden gemeinsam mit den polnischen Austauschschülern verbrachten, bevor wir uns am Flughafen schweren Herzens verabschiedeten und den Rückflug nach Deutschland antraten. Für uns alle war dieser Schüleraustausch mit unserem Nachbarland Polen eine wertvolle Erfahrung, da wir sowohl unser Englisch verbessern konnten, als auch viele neue Menschen kennenlernen durften.

(Aaron und Natalie)

gefördert durch:

 2019 Polen dpjw