„Bilder des Exils“ an der Albert-Einstein-Schule

Auch heute noch bestimmen Flucht und Vertreibung das Weltgeschehen. Umso wichtiger ist es daher, vor allem für die heutige Jugend, sich mit diesem Thema auch in geschichtlichem Zusammenhang zu befassen, um zu erinnern, zu verstehen und zu handeln.

Mit der Vernissage Bilder des Exils 1933-1941, Flucht und Vertreibung ermöglicht Athanasia Papadopoulou-Poth dies mit Exponaten des Kunstmuseums Ahrenshoop, die der Albert-Einstein-Schule für die Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden. Die Eröffnung der Vernissage am 14. Mai 2019 in der Aula der AES war bereits gut besucht, erfreulicherweise auch durch eine Vielzahl an Schülerinnen und Schüler, die sich mit diesem Thema in den Fächern Kunst und Geschichte befassen, und somit einen noch besseren Zugang zu dem wichtigen (kunst)historischen Kontext bekommen.

Die Werke und Bilder, die in Ahrenshoop von Vertriebenen der NS-Diktatur entstanden sind, ließen die Besucher die Schicksale erleben und verdeutlichten, dass die Mechanismen der Vertreibung in der Geschichte unverändert bleiben, „die Abstufungen der Grausamkeit variieren nur“.

2019 Polittalk

Am Montag, den 20.Mai 2019, fand, in Zusammenarbeit mit der AG AES spricht , neben der Ausstellung eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der politischen Welt statt, die von Schülerinnen und Schülern der Q2 (insbesondere Lisa Drucktenhengst und Ferdinand Remppis) moderiert wurde. Zu Gast waren Brian Röcken von den Jungen Liberalen, Nils Zeißler von der Jungen Union, Sascha Blochius von der Linksjugend, Jakob Hamalega von den Jusos und Sharleen Ebling von der Grünen Jugend, die sich den z.T. provokanten Fragen der Moderatoren und Zuschauer stellten. Eins machte Herr Derge, durch dessen Mitwirken diese Veranstaltung erst ermöglicht werden konnte, deutlich: man sollte stets die Einzelschicksale im Auge behalten. Wie dies in der aktuellen politischen Lage ermöglicht werden kann, wurde während, aber auch noch nach der Veranstaltung kontrovers diskutiert – ein Zeichen für ein gelungenes Projekt!

S. Klingler