Die Albert-Einstein-Schule in Groß-Bieberau ist nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung für ihr herausragendes Engagement im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik erneut als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet worden. Bei einer Feierstunde am 22. November 2019 haben als Vertreter der Albert-Einstein-Schule der MINT-Beauftragte Bodo Heinz und der Leiter des Fachbereichs III Martin Keller die Ehrungsurkunde auf Einladung der K+S Aktiengesellschaft in Kassel entgegengenommen.

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(vorne) Bodo Heinz, MINT-Beauftragter der Albert-Einstein-Schule; Martin Keller, Leiter des Fachbereichs III der Albert-Einstein-Schule; (hinten) Egbert Langer, World Robot Olympiad; Dr. Thomas Fölsch, IHK Kassel-Marburg; Joachim Hüttenrauch, Vice President HR Europe K+S; Stefan Rollmann, Referatsleiter im Hessischen Kultusministerium; Ariane Böhm K+S; Gerd Semmler, MINT im WMK; Sabine Stuhlmann, MINT-Botschafterin und MNU Hessen; Stefan Ginthum, Christiani; Nele Hein, IHK Darmstadt; Prof. Dr. Hannes Federrath, stv. Vorstandsvorsitzender „MINT Zukunft schaffen!“, Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V.

Kinder und Jugendliche für Berufe in Technik und Naturwissenschaften zu interessieren, das ist Ziel der Initiative „MINT Zukunft schaffen“. Mit dem Signet „MINT-freundliche Schule“ werden alljährlich Schulen ausgezeichnet, die in ihrem Bildungsangebot hier besondere Schwerpunkte setzen. Bundesweite Partner der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess. Die Ehrung der Schulen steht unter der Schirmherrschaft des hessischen Kultusministers sowie der Kultusministerkonferenz.

Die Albert-Einstein-Schule setzt mit ihrem traditionell mathematisch-naturwissenschaftlichen Profil seit sehr vielen Jahren auf eine Förderung von MINT-Qualifikationen. Inzwischen ist MINT zu einem festen Begriff innerhalb der Schulgemeinde geworden und die „MINT-freundliche Schule“ bildet quasi das Dach unter dem verschiedenste Aktivitäten stattfinden. Dies spiegelt sich wieder im Unterricht, in Vorträgen, in Projekten, durch Teilnahme an MINT-Wettbewerben und MINT-Angeboten aus der Region sowie in unserer Außendarstellung.

Es wurden zum Beispiel physikalische Showveranstaltungen mit den Physikanten und meeresbiologische Vorträge mit Robert Marc Lehmann für Schüler, Eltern sowie Gäste aus dem Umkreis organisiert sowie mit der Wanderausstellung „Faszination Mathematik“ des Mathematikums Gießen mathematische Inhalte in anderer Form kennengelernt. Außerdem wurde Apfelsaft aus Äpfeln der schuleigenen Bäume gepresst, sich in der Projektwoche mit Chemie, Tier- und Naturschutz, dem Wald sowie Veranstaltungstechnik beschäftigt, ökologische Exkursionen in den Wald organisiert und die Feuerwehr in den Chemieunterricht eingebunden. Des Weiteren wurde in den Laboren der TU-Darmstadt experimentiert, an den MINT-Vertiefungen der Unternehmerverbände Südhessen teilgenommen und im Erfinderlabor des Zentrums für Chemie geforscht.

Bereits in der Unter- und Mittelstufe wird an der Albert-Einstein-Schule die kindliche Begeisterungsfähigkeit für naturwissenschaftliche Phänomene genutzt, um diese in Arbeitsgemeinschaften mit den Angeboten Umwelt & Natur, NaWi, Mathe-Wettbewerbe und LEGO-Mindstorms besonders zu fördern, welche im Gymnasialzweig als Wahlunterricht angerechnet werden. Es gibt aktuell zwei Arbeitsgemeinschaften, die mit LEGO-Mindstorms unterschiedliche Roboter zusammenbauen und diese programmieren. In der einen Arbeitsgemeinschaft geht es vor allem um das Erlernen der Programmiersprache und das spielerische Nutzen der gebauten Roboter. Die andere Arbeitsgemeinschaft richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die bereits gute Kenntnisse im Programmieren erlangt haben und sich auf Wettbewerbe, wie der First-Lego-League vorbereiten, an der diese Gruppe im Schuljahr 2018/19 zum ersten Mal mit Erfolg teilgenommen haben. Außerdem werden bereits in der Unterstufe obligatorisch Grundlagen am Computer vermittelt und Projekttage zur Medienkompetenz durchgeführt.

Im Haupt- und Realschulzweig wird bis zur 7. Klasse statt den einzelnen Fächern Biologie, Chemie und Physik fächerübergreifend NaWi, also Naturwissenschaften als Hauptfach, mit durchgängig drei Wochenstunden verstärkt unterrichtet sowie durchgängig in Arbeitslehre technische und informationstechnische Kompetenzen vermittelt, die gerade in MINT-Berufen gefragt sind. Im Gymnasialzweig wird bilingualer Unterricht in Biologie in der 7. Klasse und Physik in der 8. Klasse angeboten, um die in den MINT-Berufen nötige Sprachkompetenz in Englisch zu schulen. Außerdem wird Chemie in der 9. Klasse und Biologie in der 10. Klasse verstärkt unterrichtet. Die Schülerinnen und Schülern werden dazu motiviert, an zahlreichen MINT-Wettbewerben teilzunehmen. Projekttage, wie der Wald-Tag und der AIDS-Parcours sowie Exkursionen, wie zum Merck Juniorlabor oder zum Merck Lernlabor livfe BioLab sowie zur ESOC oder GSI in Darmstadt, ergänzen das naturwissenschaftliche Angebot des Regelunterrichts.

Um die Stärken der Schülerinnen und Schüler festzustellen und ihnen damit auch die Entscheidung für einen MINT-Beruf oder ein MINT-Studium zu erleichtern, werden in der Mittel- und Oberstufe verschiedene Kompetenzfeststellungsverfahren, Betriebserkundungen, Hochschulinformationstage und Universitäts-Schnuppertage sowie der Berufe-Parcours durchgeführt. Dies geschieht unter der Regie der Berufs- und Studienorientierung der Albert-Einstein-Schule, welche für ihre hervorragende Qualität wiederholt mit dem Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen ausgezeichnet wurde.

In der gymnasialen Oberstufe bietet die Albert-Einstein-Schule bis zum Abitur in Mathematik und allen Naturwissenschaften Grund- und Leistungskurse zur Wahl an sowie in Informatik Grundkurse. Somit ist es möglich, in allen MINT-Fächern Abiturprüfungen abzulegen.



Foto © Thomas Rosenthal










Presseinformation verfasst von: Bodo Heinz
Die Albert-Einstein-Schule ist MINT-freundliche Schule

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MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Im November 2016 wurde die Albert-Einstein-Schule für ihr Engagement im MINT-Bereich von der Initiative »MINT Zukunft schaffen« als »MINT-freundliche Schule« ausgezeichnet. Dieser Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Schulen in ihrer Profilbildung zu unterstützen, so dass die Jugendlichen sich frühzeitig mit technischen und naturwissenschaftlichen Inhalten und Berufsfeldern beschäftigen können. Denn gerade die deutsche Wirtschaft beklagt einen Mangel an Nachwuchs mit MINT-Qualifikationen und sieht einen Engpass an naturwissenschaftlich-technisch qualifizierten Fachkräften.

An der Albert-Einstein-Schule wird seit Jahren mit ihrem mathematisch-naturwissenschaftliches Profil das Interesse der Kinder und Jugendlichen für mathematische Fragestellungen und naturwissenschaftliche Phänomene geweckt, auch damit sich der dringend für mathematisch-naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Berufe benötigte Nachwuchs entwickeln kann. Dieses mathematisch-naturwissenschaftliche Profil wird nun eingebunden in ein MINT-Konzept, welches auch die informationstechnische Bildung, das Medienkonzept, die Arbeitslehre sowie der Berufs- und Studienorientierung der Albert-Einstein-Schule berücksichtigt und nachhaltig weiter entwickelt.

Bereits in der Unterstufe wird die kindliche Begeisterungsfähigkeit für naturwissenschaftliche Phänomene genutzt, um diese in Arbeitsgemeinschaften, wie der NaWi-AG, zu fördern. Im Haupt- und Realschulzweig wird daneben bis zur 7. Klasse statt den Fächern Biologie und Physik fächerübergreifend auch NaWi (Naturwissenschaften) mit durchgängig drei Wochenstunden unterrichtet. Außerdem werden in allen Schulzweigen bereits in der Unterstufe obligatorisch Grundlagen am Computer vermittelt und Projekttage zur Medienkompetenz durchgeführt.

In der Mittelstufe werden die MINT-Qualifikationen in vielfältiger Weise weiter gefördert und gezielt ausgebaut:

Im Haupt- und Realschulzweig werden in Arbeitslehre technische und informationstechnische Kompetenzen vermittelt, die gerade in MINT-Berufen gefragt sind. Eng wird hierbei mit der Berufsorientierung der Albert-Einstein-Schule zusammengearbeitet. Im Gymnasialzweig wird Biologie in der 7. Klasse und Physik in der 8. Klasse bilingual mit drei Wochenstunden angeboten, um die in den MINT-Berufen nötige Sprachkompetenz in Englisch zu schulen.

Die Schülerinnen und Schülern werden dazu motiviert an zahlreichen MINT-Wettbewerben teilzunehmen. Beispielhaft genannt seien die verschiedenen Mathematik-Wettbewerbe (Mathematik-Wettbewerb Hessen, Bundeswettbewerb Mathematik, Mathematik-Olympiaden, Tag der Mathematik und Känguru-Wettbewerb), Chemie - mach mit!, die Junior Science Olympiade sowie der Explore Science Wettbewerb.

Es werden weitere Arbeitsgemeinschaften angeboten, wie die Mathe-Wettbewerbe-AG, die mit anspruchsvollen mathematischen Fragestellungen und Knobeleien nicht nur auf Wettbewerbe vorbereiten möchte. Außerdem gibt es eine IT-Technik-AG, die sich unter anderem mit dem Programmieren von Lego-Mindstorms-Robotern beschäftigt.

Projekttage, wie der Wald-Tag, an dem das Ökosystem Wald erforscht und ganzheitlich erfasst werden soll und der AIDS-Parcours, bei dem sich die Jugendlichen an unterschiedlichsten Stationen mit dem Thema AIDS auseinandersetzen sowie Exkursionen, wie zum Merck Juniorlabor an der TU-Darmstadt oder zum Mathematikum in Gießen, ergänzen das naturwissenschaftliche Angebot des Regelunterrichts.

Um die Stärken der Schülerinnen und Schüler festzustellen und ihnen damit auch die Entscheidung für einen MINT-Beruf oder ein MINT-Studium zu erleichtern, werden in der Mittel- und Oberstufe unter der Regie der Berufs- und Studienorientierung der AES verschiedene Kompetenzfeststellungsverfahren, Betriebserkundungen, Hochschulinformationstage und Universitäts-Schnuppertage sowie der Berufe-Parcours durchgeführt.

In der gymnasialen Oberstufe bietet die Albert-Einstein-Schule in Mathematik und allen Naturwissenschaften Grund- und Leistungskurse an sowie in Informatik Grundkurse. Somit ist es möglich, in allen MINT-Fächern Abiturprüfungen abzulegen. In der Einführungsphase gibt es zusätzliche Kompensationsstunden in Chemie und Mathematik. Außerdem finden hauptsächlich in den Leistungskursen Exkursionen statt, wie zum Merck Juniorlabor, zum Lehr- und Lernlabor Biologie der TU-Darmstadt sowie zur ESOC oder GSI in Darmstadt.


Weitere Informationen:




Herr Heinz hat die Funktion eines MINT-Beauftragten an der Albert-Einstein-Schule übernommen.


Kontakt: Bodo.Heinz@web.de