Trauriges mit rosa Zuckerguss – die Fachschaft Religion verabschiedet sich von Holger Ohl am 26.10.2019

Alles fing damit an, dass wir keine Idee hatten, was wir unserem Holger in seinen Ruhestand mitgeben könnten. Ein sicheres Zeichen dafür, wie schwer uns dieser Abschied fiel. Bis Klaus den wunderbaren Einfall hatte: eine kulinarische Stadtführung durch Michelstadt mit Holger und Dorle. Der Tag machte den Abschied nicht leichter, aber dafür richtig schön.

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Natürlich waren die meisten von uns schon in Michelstadt, kennen die Kellerei, die Fachwerkhäuser und das berühmte Rathaus – von außen. Unsere Stadtführerin, eine kleine, quirlige, sympathische Michelstädterin, hat uns bekannte Sehenswürdigkeiten von ganz anderen Seiten gezeigt und erklärt. Informativ, unterhaltsam, mit viel Humor und kulinarisch. Lernen und Schlemmen: Nein, Michelstadt heißt nicht Michelstadt, weil der Hl. Michael auf dem Brunnen des Marktes steht, sondern Michel leitet sich grob von der Bedeutung „groß“ ab, Michelstadt als weit und breit größte und bedeutendste Stadt des vorderen Odenwaldes im Mittelalter und noch darüber hinaus. Halt, an dieser Stelle keine historische Abhandlung, sondern eine ausdrückliche Empfehlung: Das gotische Rathaus von innen mit Apfelwein, der Sarg und kein Blumenkübel! vor der Stadtkirche aus der Zeit Einhardts (Moment, was hat der Sarg mit kulinarischer Stadtführung zu tun…???), Wild im Restaurant „Drei Hasen“, Pralinés im Café Siebert (besser bekannt unter Konditorweltmeister) und fleischliche Genüsse beim Metzger Weyrauch. Diese Vielseitigkeit wurde stets mit allerhand Sprichwörtern und Redewendungen gewürzt, welche die Michelstädter angeblich selbst erfunden haben sollen… Wer viel isst und trinkt muss sich bekanntlich auch bewegen. Und so wurden wir durch verwinkelte Gässchen auf den Stadtwall, in den Stadtpark, zur Synagoge und weiteren Sehenswürdigkeiten geführt. Mit unserem guten Draht nach oben war uns Petrus mit dem Wetter äußerst milde gestimmt. Die letzten Sonnenstrahlen genossen wir zusammen im Café Leyhausen, Anfang und Ende unserer dreieinhalbstündigen Tour durch Michelstadt. Trauriges mit rosa Zuckerguss!

Falls jetzt jemand denkt, ich hätte Schleichwerbung gemacht: Na klar! Unbedingt!

Sophia Brand