Führung durch das Polizeipräsidium Darmstadt

Am Donnerstag, dem 8.2.2018, besuchte unsere Klasse (9R1) im Rahmen des Arbeitslehreunterrichts das Polizeipräsidium in Darmstadt. Die Führung begann um 10 Uhr am Haupteingang der Polizei.

Als erstes bekamen wir von einem Diensthundführer einiges über die Hundestaffel erklärt. Beispielsweise sagte er uns, dass das Präsidium in Südhessen zurzeit ca. 30 Hunde hat. Außerdem erklärte er die verschiedenen Einsatzbereiche sowie die Ausbildung der Hunde. Nachdem wir einige Fakten anhören durften, haben wir eine Vorführung mit dem Polizeihund „Erik“ gehabt. Anfangs wirkte der Hund aus meiner Sicht etwas verspielt, aber als es dann richtig losging, war der Hund sehr diszipliniert. Er hat während der Vorführungen bei Frau Voltz und Klassenkameraden bewiesen, dass er sich gegen Personen gut durchsetzen kann. Außerdem hat er gezeigt, wie gut er mit seiner Nase umgehen kann, indem er einen Geldschein aufgespürt hatte, der an einem Auto versteckt war.


 

 



dummy2018 Foto Polizei32018 Foti polizei22018 foto Polizei1
Als nächstes gingen wir in Richtung Gefängniszellen, die wir dann gezeigt und erklärt bekommen haben. Hier bekamen wir auch reale „Geschichten“ erzählt. Die Zellen bestehen aus Fliesen (zur schnellen Reinigung), aus der Tür und aus einem Fenster.

Anschließend schauten wir uns einen Funkstreifwagen von außen und von innen an. Der hauptsächliche Unterschied zu „normalen Autos“ besteht darin, dass in einem Streifenwagen Funkgeräte, Blaulicht und Martinshorn eingebaut sind.

Dann besuchten wir noch die Leitstelle, wo alle Notrufe aus ganz Südhessen eingehen. Da die Anrufe direkt dort ankommen, mussten wir uns sehr leise verhalten, um keine Mitarbeiter zu stören. Wir bekamen den Arbeitsplatz genau erklärt und bekamen auch Beispieleinsätze genannt.

In unmittelbarer Nähe zur Leitstelle befindet sich ein großes Besprechungszimmer, wo größere Einsätze wie bei Banküberfällen, Geiselnahmen, aber auch beispielsweise Demos oder Fußballspiele gemanagt (geleitet) werden.

Nachfolgend schauten wir uns noch verschiedene kleinere Zimmer an. Wir haben uns zum Beispiel einen Gegenüberstellungsraum besichtigt. Hier wird ein Verdächtiger vor einen einfarbigen Hintergrund gestellt und der Zeuge kommt in ein sehr kleines Zimmer. Die Räume sind durch eine spezielle Glasscheibe abgetrennt, so dass man nur von dem kleinen in den großen Raum schauen kann. Hier werden jedoch auch manche Situationen rekonstruiert. Außerdem waren wir noch in einem Raum, wo Personen in verschiedenen Positionen fotografiert werden, um Bilder für Akten zu machen. Dort war auch ein sehr teures Gerät zum „Scannen“ von Fingerabdrücken an den Fingern. Die letzte Station war die Asservatenkammer. In ihr werden verschiedene, von den Straftätern beschlagnahmte Gegenstände gelagert. Teilweise sind es Waffen oder Munition, es sind aber auch verschiedene Drogen von Marihuana über Crack bis hin zu Heroin eingelagert.

Zum Schluss haben wir uns noch verabschiedet, bevor wir gehen durften.

Ich fand den Tag sehr informativ und spannend. Für manche hat es für die Berufswahl geholfen, für andere war es „nur“ ein interessanter Tag und alle waren zufrieden.

Nico Keil, 9R1