Der Lehrersport an der AES – eine lange Tradition und viele Geschichten

2017 Lehrersport 1 20171106 182755

Seit ca. einem halben Jahrhundert gehen Kolleg*innen der AES dem so genannten Lehrersport nach. Er ist ein wenn auch nicht omnipräsenter, dann doch ein gewissermaßen institutionell gewordener Teil des schulischen Lebens.

Aufgrund dessen soll in dem vorliegenden Bericht ein kurzer Einblick in diese Tradition gegeben werden.

Bereits kurze Zeit nach dem Umzug der Albert-Einstein-Schule in das neue Schulgebäude am Wesner 1966 wurde – so berichten es die Zeitzeugen – auch der Lehrersport kultiviert. Wöchentlich traf man sich in der „alten Turnhalle“, um beim Fußball- und Volleyballspiel den Schulalltag hinter sich zu lassen und die Gemeinschaft zu fördern.

In den Frühzeiten des Lehrersportes nahmen Pauker wie Helmut Fohnert, „Beppo“ Arndt, Walter Vornoff, Horst Meyer, Heinz Steinbach und Klaus Schot Teil, deren Namen nur „Alteingesessenen“ noch etwas sagen.
Seit Mitte der 70er- Jahre stießen ein paar sportbegeisterte Lehrer*innen, die noch heute, immerhin schon nach mehr als 40 Jahren, das Gros und Herzstück des „nur“ noch dem Volleyball widmenden Lehrersports bilden. Lehrkräfte wie Dieter Böhm, Herbert Gunkel, Willy Wackerfuß, Kurt Kreuzer, Gerlinde Benz und Bernd Beilstein, Axel Böker, Ludwig Kanski, Holger Ohl, Jürgen Storck und Gerhard Korell, die die Albert-Einstein-Schule in den letzten Jahrzehnten mitgeprägt haben, waren und sind zum Teil noch aktiv dabei.

Jeden Montagabend treffen sich die noch aktiven Pensionäre mit aktuellen Lehrkräften sowie Bekannte in der großen Sporthalle, um zu pritschen, baggern, schmettern – oder wie man die höchst individuellen Techniken auch immer bezeichnen mag. Mag der Spaß auch im Vordergrund stehen, so kann man an den Anfeuerungen, Missfallensbekundungen und den Anstrengungen geschuldeten Geräuschen den Eifer sowie den – bei dem ein oder anderen nahezu unbändigen – Ehrgeiz erkennen.

An dieser Stelle möchte ich meinen Mitstreiter*innen ein deutliches Kompliment machen – sind die meisten Akteure doch schon in einem Alter, in dem gezeigte Leistungen alles andere als Selbstverständlich sind.

Aber hier zahlt sich doch auch der kontinuierlich über die Jahre betriebene Sport aus, der im Zusammenspiel mit dem Geselligen, das mit mindestens gleichem Tatendrang nach dem Sport angegangen wird, jung hält.

Nachdem manch‘ ein Gaststätten-Betreiber mit dem geselligen Enthusiasmus etwas „überfordert“ war, heißt die Akteure schon seit mehreren Jahren die ortsansässige „Blaue Hand“ als Gäste herzlich willkommen. Dort wird bei leckerem Flammkuchen, Käseschnitzel, „Abgehangenem“ und anderen Speisen der Gaumen zufrieden gestellt. Auch das ein oder andere Gezapfte soll dabei gesichtet worden sein. Neben den herzhaften und angeregten Gesprächen, sind besonders die ausgegebenen Runden beliebt, bei der sich die Anwesenden mit durchaus ansprechendem Gesang bei dem Spender bedankt.

2017 Lehrersport 2 20171113 193908

Lange Zeit waren auch die jährlich stattfindenden Lehrersportausflüge ein Höhepunkt. So wurde in abwechselndem Turnus eine mehrtägige Tour durchgeführt, die entweder in eine europäische Stadt (Wien, Paris, Bratislava, Pisa etc.) führte oder bei der mit dem Rad diverse Gegenden erkundet wurden.

Nach drei Jahren AES-Lehrersport-Abstinenz im Ausland ist es für mich doch wieder eine wohltuende Routine, montags abends am Lehrersport teilzunehmen und der Truppe im Sportlichen wie Geselligen beizuwohnen.

(Ruben Schaal)