Die AES darf sich jetzt »MINT-freundliche Schule« nennen

Die Albert-Einstein-Schule in Groß-Bieberau ist für ihr herausragendes Engagement im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz MINT) als »MINT-freundliche Schule« ausgezeichnet worden. Bei einer Feierstunde am 10. November 2016 haben als Vertreter der Albert-Einstein-Schule die kommissarische Schulleiterin Martina Meyer-Almes, die stellvertretende Schulleiterin Petra Leutloff und der MINT-Beauftragte Bodo Heinz die Ehrungsurkunde in Wiesbaden entgegengenommen, welche überreicht wurde von Thomas Sattelberger, dem Vorstandsvorsitzenden von »MINT Zukunft schaffen«, Klaus Bruno Müller, dem stellvertretenden Abteilungsleiter des Kultusministeriums Hessen und Matthias Rust von SCHULEWIRTSCHAFT Hessen.

2016 Ehrung AES MINT Foto
Auf dem Foto zu sehen sind (von links nach rechts): Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender »MINT Zukunft schaffen«; Klaus Bruno Müller, stellv. Abteilungsleiter Kultusministerium Hessen; Petra Leutloff, stellv. Schulleiterin der Albert-Einstein-Schule; Martina Meyer-Almes, komm. Schulleiterin der Albert-Einstein-Schule; Bodo Heinz, MINT-Beauftragter der Albert-Einstein-Schule; Matthias Rust, SCHULEWIRTSCHAFT Hessen. Foto (c) »MINT Zukunft schaffen«

Kinder und Jugendliche für Berufe in Technik und Naturwissenschaften zu interessieren, das ist Ziel der Initiative »MINT Zukunft schaffen«. Mit dem Signet »MINT-freundliche Schule« werden alljährlich Schulen ausgezeichnet, die in ihrem Bildungsangebot hier besondere Schwerpunkte setzen. „SCHULEWIRTSCHAFT Hessen begrüßt ausdrücklich die Ehrung von Schulen, die einen MINT-Schwerpunkt setzen. Durch die verstärkte Vermittlung naturwissenschaftlich-technischer Kompetenzen leisten sie einen starken Beitrag zur Fachkräftesicherung. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit von Hessen als Industriestandort.“

Lediglich 16 Schulen aus Hessen, darunter auch die Albert-Einstein-Schule Groß-Bieberau, haben es dieses Jahr geschafft, sich neu als »MINT-freundliche Schule« zu qualifizieren. Bundesweite Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess. Die Ehrung der Schulen steht unter der Schirmherrschaft des hessischen Kultusministers, Prof. Dr. R. Alexander Lorz sowie der Kultusministerkonferenz KMK.

Die Albert-Einstein-Schule in Groß-Bieberau setzt mit ihrem traditionell mathematisch-naturwissenschaftlichen Profil seit sehr vielen Jahren auf eine Förderung von MINT-Qualifikationen. Mit der Ehrung als »MINT-freundliche Schule« soll dies für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie der Öffentlichkeit nun noch deutlicher werden.

Bereits in der Unterstufe wird an der Albert-Einstein-Schule die kindliche Begeisterungsfähigkeit für naturwissenschaftliche Phänomene genutzt, um diese in Arbeitsgemeinschaften sowie dem naturwissenschaftlichen Unterricht besonders zu fördern. Außerdem werden bereits in der Unterstufe obligatorisch Grundlagen am Computer vermittelt und Projekttage zur Medienkompetenz durchgeführt.

In der Mittelstufe werden die MINT-Qualifikationen in vielfältiger Weise weiter gefördert und gezielt ausgebaut: Im Haupt- und Realschulzweig werden in Arbeitslehre technische und informationstechnische Kompetenzen vermittelt, die gerade in MINT-Berufen gefragt sind. Im Gymnasialzweig wird bilingualer Unterricht in Biologie und Physik angeboten, um die in den MINT-Berufen nötige Sprachkompetenz in Englisch zu schulen. Die Schülerinnen und Schülern werden dazu motiviert, an zahlreichen MINT-Wettbewerben teilzunehmen. Weitere Arbeitsgemeinschaften, wie die Mathe-Wettbewerbe-AG und die IT-Technik-AG, Projekttage, wie der Wald-Tag und der AIDS-Parcours sowie Exkursionen, wie zum Merck Juniorlabor oder zum Mathematikum, ergänzen das naturwissenschaftliche Angebot des Regelunterrichts.

Um die Stärken der Schülerinnen und Schüler festzustellen und ihnen damit auch die Entscheidung für einen MINT-Beruf oder ein MINT-Studium zu erleichtern, werden in der Mittel- und Oberstufe verschiedene Kompetenzfeststellungsverfahren, Betriebserkundungen, Hochschulinformationstage und Universitäts-Schnuppertage sowie der Berufe-Parcours durchgeführt. Dies geschieht unter der Regie der Berufs- und Studienorientierung der Albert-Einstein-Schule, welche für ihre hervorragende Qualität bereits mit dem Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen ausgezeichnet wurde.

In der gymnasialen Oberstufe bietet die Albert-Einstein-Schule bis zum Abitur in Mathematik und allen Naturwissenschaften Grund- und Leistungskurse an sowie in Informatik Grundkurse. Somit ist es möglich, in allen MINT-Fächern Abiturprüfungen abzulegen.

Durch das MINTMAX-Partnerprogramm der Initiative »MINT Zukunft schaffen«, welches den MINT-freundlichen Schulen kostenlos zur Verfügung steht, kann sich die Albert-Einstein-Schule in ihrem MINT-Profil nun gezielt weiterentwickeln.

Bodo Heinz