Exkursion ins Lernlabor Livfe Biolab der TU Darmstadt zum Thema Molekularbiologie

Am Dienstag, dem 12.12.2017 machten wir, der Bio-Leistungskurs der Q1/2, uns auf den Weg nach Darmstadt zur TU, beziehungsweise zu deren Biologie-Lernlabor. Als wir dort ankamen, wurden wir erstmal freundlich von Herrn Guido Klees, der an diesem Tag die ganze Zeit bei uns war, um uns alles zu erklären und so weiter, begrüßt. Anschließend gingen wir ins Labor, zogen uns Kittel an und nach einer kurzen Sicherheitseinweisung ging es dann auch direkt los.

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Zuerst erklärte uns Herr Klees grob alles, was wir an diesem Tag machen würden, da wir aber all diese Sachen schon theoretisch in der Schule behandelt hatten, dauerte das nicht lange. Unser Ziel des Tages war es, eine Gelelektrophorese mit verschiedenen Proben durchzuführen, ähnlich wie beim genetischen Fingerabdruck, der auch von der Polizei benutzt wird, um Verbrecher und so weiter zu identifizieren. Wir starteten also damit, uns erst einmal mit allen Apparaturen wie zum Beispiel der Zentrifuge oder den Eppendorf-Pipetten bekannt zu machen, danach fingen wir dann an, mit Hilfe verschiedener biologischer beziehungsweise chemischer Vorgehensweisen DNA aus einem Bakterium zu extrahieren. Als wir das alle geschafft hatten, bereiteten wir einen Teil der DNA auf die Polymerase-Kettenreaktion (PCR), bei der die DNA in kurzer Zeit sehr oft vervielfältigt wird, vor und behandelten einen anderen mit Restriktionsenzymen, die die DNA an bestimmten Stellen zerschneiden. Dann stellten wir auch noch das Agarosegel für die Gelelektrophorese her und machten anschließend eine Stunde Mittagspause, da sowohl die PCR als auch das Gel eine Weile brauchten, bis sie fertig waren.

Wir gingen also entweder in die Mensa der TU oder setzten uns in das zum Biologie-Trakt gehörende kleine Bistro direkt unterhalb unseres Labors, aßen etwas und unterhielten uns über das bisher erlebte. Wir hatten ebenfalls die Möglichkeit uns zum Beispiel den Botanischen Garten der TU anzuschauen oder einfach ein bisschen durch die Gegend zu laufen.

Wieder zurück im Labor war die PCR fertig sowie das Agarosegel ausgehärtet und wir konnten mit der Gelelektrophorese beginnen. Hierbei wandern unterschiedlich lange DNA Fragmente unterschiedlich schnell durch das Gel und können dann mit zuvor beigefügtem Farbstoff sichtbar gemacht werden. Mit ein bisschen Übung gelang es uns dann auch allen einigermaßen gut, unsere verschiedenen Proben in kleine Öffnungen im Gel zu befördern und die Gelelektrophorese anschließend zu starten. Während der Wartezeit bis sich die DNA Fragmente soweit aufgetrennt hatten, dass man etwas erkennen konnte, schauten wir uns am PC mit Hilfe des Programmes SnapGene den genauen Aufbau der DNA beziehungsweise des Plasmids, ein kleiner DNA-Ring mit dem wir gearbeitet haben, an und sollten Vorhersagen über die Banden, die wir später im Agarosegel erkennen würden, treffen.

Als letztes legten wir dann die fertigen Gele auf eine mit UV-Licht beleuchtete Platte, mit deren Hilfe wir nun die entstandenen Banden sehen konnten. Wir bewunderten also unsere mehr oder weniger guten Ergebnisse, machten Fotos und danach war unser Tag an der TU Darmstadt auch schon vorbei. Alle verabschiedeten sich und machten sich auf zu Zügen und Bussen, um nach Hause zu fahren oder noch einmal in die Stadt zu gehen.

Ich denke ich spreche für unseren ganzen Kurs, wenn ich sage, dass dieser Labortag etwas war, das wir so schnell nicht vergessen werden und dass für es uns wirklich sehr interessant war, da wir hier alles, bei dem wir in der Schule nur die Möglichkeit haben theoretisch drüber zu reden, selber ausprobieren konnten. Vielen Dank nochmal an Herrn Klees für die Mühe und die freundliche Betreuung, aber vor allem auch an Herrn Heinz, dass er uns diesen tollen Labortag überhaupt ermöglicht hat.

Kim Lortz